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Fußgängerunterführung Bahnhof Gießen

Projekt: 2007

Mitarbeiter: 
Philipp Riemschneider, Rodolfo Tarulli, Daniel Dickel

Auftraggeber:

DB Stationen und Service, Frankfurt
Ing.büro Dr.Vogel / Weihermüller, Wiesbaden

 

Projektbeschreibung

Konzept Überformung / Transformation

Dem Bauwerk wird eine - im weitesten Sinne - künstlerische Gestaltung zuteil. Der Entwurf entwickelt sich aus den räumlichen und funktionalen Gegebenheiten der Unterführung, im Gegensatz zu rein additiv hinzugefügten, autark gestalteten Kunstwerken ohne Bezug zum Ort.

Thema ist die Umsetzung der vielfältigen Bewegungsabläufe, die sich im Tagesablauf in der Unterführung abspielen, in ein räumliches Konzept. Der zunächst neutrale Innenraum der „Röhre“ wird hierbei durch eine allseitige, Wand-, Decken- und Bodenfläche in gleicher Weise bespielende und die Flächenbegrenzungen überspielende Liniengraphik belegt. Die an einen 3-dimensionalen Schnittmusterbogen erinnernde, verschieden farbige Lineatur erzeugt eine Dynamisierung des langen Raumes sowie der seitlichen Abgänge und verbindet gleichzeitig - als Abstraktion der Passagierbewegungen - die unterschiedlichen Bahnsteige miteinander. Durch eine einheitliche Gestaltung aller Umgrenzungsflächen sowie durch auf dieses Konzept abgestimmte Beleuchtungselemente wird die gewünschte einheitliche räumliche Wirkung unterstützt.

Die vorhandene rhythmische Staffelung des Raumes durch die in gleichmäßigen Abständen einbindenden Abgängen und Aufzügen wird hervorgehoben. Durch die graphische, stoffliche und farbliche Bearbeitung der „querenden Schneisen“ entstehen deutlich wahrnehmbare Zäsuren im langen Tunnelraum, die Röhre wird gegliedert. Neben rein optisch wirksamen Gestaltungsmöglichkeiten oder der Herstellung einheitlicher Farbräume (gleichfarbige Oberflächen und angepasste Lichtfarbe) kann diese Form der Gestaltung auch zusätzliche Informationen künstlerisch umsetzen (Gleisnummerierungen oder Fahrziele).